Der Anfang meines Weges
Ich kam aus einer großen persönlichen und partnerschaftlichen Krise. In der Paartherapie begann ich wahrzunehmen, dass es nicht nur um unsere Beziehung ging, sondern auch um mich: um meine eigenen Muster, Bedürfnisse und die Frage, wie ich eigentlich leben wollte.
Über diese Erfahrung kam ich zur Heldenreise. Was dort geschah, hat mich tief bewegt. Ich konnte Veränderung nicht nur verstehen, sondern körperlich und emotional erleben. Für mich war das ein absoluter Gamechanger – ein besonderer Startpunkt, nach dem vieles nicht mehr so war wie vorher.
Diese Lebendigkeit, Tiefe und unmittelbare Begegnung mit mir selbst wurde zur Kraftquelle und schließlich zum roten Faden meines weiteren Weges.
Worum es bei der Heldenreise geht
Die von Paul Rebillot entwickelte Heldenreise verbindet Impulse aus Gestaltarbeit, Theater, Ritual, Mythos und Gruppenprozessen. Sie überträgt das archetypische Motiv der Reise aus den Arbeiten Joseph Campbells auf persönliche Veränderungsprozesse.
Im Mittelpunkt steht häufig eine Spannung: Ein Teil möchte aufbrechen und wachsen, ein anderer Teil schützt das Vertraute. Beide Seiten dürfen sichtbar werden. Über Wahrnehmung, Ausdruck, Imagination, Körperarbeit und kreative Experimente kann daraus eine neue, eigene Bewegung entstehen.
Vom Erleben zum Begleiten
Die Erfahrung ließ mich nicht mehr los. Ich ließ mich zum Heldenreiseleiter ausbilden, um diesen besonderen Erfahrungsraum auch anderen Menschen zugänglich machen zu können. In meiner heutigen Arbeit nutze ich Elemente daraus behutsam und transparent – nicht als starres Programm, sondern abgestimmt auf den Menschen und sein Tempo.
Aus dem Wunsch, diesen Spirit zu bewahren und fachlich zu vertiefen, entstanden die nächsten Schritte: meine Gestaltausbildungen und später die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie als solides Fundament.